Samstag, 22. September 2007

Von Betelnuss bis Paradies


Spucken fetzt. Wenn diese dann noch rot eingefaerbt ist und den ganzen Mund in ein sattes Rot faerbt, einfach toll und wenn man dann noch unglaublich viel von dieser haesslichen roten Rotze einem direkt vor die Fuesse spucken kann, ein Traum fuer viele Niuginies. Das was diese Leute in rauen Mengen kauen nennt man Buai (Betelnuss). Man kaut es und spuckt es wieder aus. Es soll wohl aufputschen oder so. Alle die das Zeug essen haben haessliche rote Zaehne und es stinkt einfach wiederlich.

Also ich bin jetzt gerade hier auf einer sehr schoenen Insel. Hier ist es leider nur extrem warm hier und masn schwitzt schon beim nichts machen...
Ich habe heut einen Friedhof besucht wo gefallene alliierte Soldaten des 2. Weltkrieges begraben sind. Dort habe ich dann Steinmetze aus Australien getroffen die dort an einer Gedenkstaette arbeiten. Jetzt weiss ich auch das englische Wort fuer Steinmetz. Aber stellt euch das doch einmal vor, ihr koennt unter Palmen eure Steinchen versetzen und geht nach Feierabend in den Ozean tauchen oder schnorcheln, oder einfach nur schwimmen....
Oder ihr bleibt einfach daheim, da ist es wenigstens nicht so warm. :-)Was an der Insel sehr schoen ist, ist das es hier verhaeltnissmaessig sicher ist und man sich getrauen kann allein unterwegs zu sein ohne immer damit zurechnen das man gleich ueberfallen und ausgeraubt wird.
Hier giebt es wahnsinnig viele Palmen, Kakaobaeume und sonstige Zitrusfruechte wie z.B. Pomelobaeume!!! An sehr vielen stellen kann man frischen Fisch kaufen und es giebt viel Vulkane, von denen auch einer zur Zeit aktiv ist und raucht. das Wasser ist extrem klar und darin tummeln sich viele kleine bunte Fische, Seeigel und was man sonst noch so im Meer findet. Das Wasser kuehlt einen nicht wirklich ab und man koennte staendig duschen gehen. Aber das Obst und die leckeren Fische sind einfach toll!

Burkhard ist leider nicht mitgekommen weil sein Ausschlag, bzw. die Allergie immer noch nicht ausgeheilt ist und er jetzt weiterhin viele Tabletten schlucken muss um gesund zu werden. Diese machen ihn total fertig und er ist etwas neben der Rolle. Somit werde ich dann morgen allein die Blaeser in Empfang nehem und mal sehen was uns hier erwartet. Ich weiss noch nicht genau wie viele kommen, hoffe aber das es mindestens 20 sein werden. Einige Plaetze wo wir blasen koennen wenn wir im Programm nicht so sehr vorgesehen sind habe ich mir auch schon ausgesucht. Ich bin gespannt was das wird. Das Gelaende wo alles stattfindet habe ich auch schon gefunden. Die haben hier richtig viel aufwand betrieben um diese Jugendkonferenz hier abzuhalten. Sie haben in den letzten 8 Wochen extra einige Haueser gebaut um das Essen kochen zu koennen. Schlafen werden die Jungs und Maedels in der Schule auf dem das alles stattfindet. Jetzt bleibt nur noch zu hoffen das der Vulkan ruhig bleibt und es ihm nicht einfaellt Asche auf Rabaul zu werfen. Das war wohl am Montag der fall und so sehen auch noch ein bisschen die Strassen aus, schwarz.

Ich bin untergebracht im SIL-Guesthous. das ist zwar ein Stueck weg von Rabaul, aber mit abstand das Guenstigste.
Bilder kann ich jetzt leider erstmal nicht mitschicken, werden aber nachgeliefert.

Also seid alle schoen gesegnet und lasst es euch gut gehen,

Der Klaus

Sonntag, 16. September 2007

Hallo ihr lieben daheim...


mir geht es immer noch ganz gut hier. Der Blaesrerkurs in Raipinka ist vor einer Woche zu ende gegangen. Ich habe unzaehlige Instrumente repariert und den Leuten versucht laut und leise spielen beizubringen. Das ist aber nicht so einfach wie in Deutschland. Noch dazu kommt das hier einige Leute nicht nur zum Blasen, sonder auch zum Mariuahna kaufen kommen. Die kommen hier her nach Raipinka, kaufen das Zeug und kassieren noch die Busreise heimzu. Das macht Burkhard sehr zu schaffen, weil er nicht weiss wie man es hier richtig, oder besser machen soll. Alle wollen haben, aber nuwenige sind dabei die auch geben. Aber die gibt es auch, Leute die sich voll da rein haengen. Mit denen kann man gut arbeiten. Die wollen dann auch was erreichen und man muss eine Stelle im Musikstueck nur 2 mal ueben und es klapp. Bei anderen die ihr Instrument nur zum Kurs mal wieder ausgepackt haben, da reichen 10-15 mal nicht. Da brauch man schon viel Geduld.
Jetzt ist der Kurs jedenfalls vorbei. Burkhard hat eine allergische Reaktion auf irgendetwas und muss krasse Tabletten schlucken die ihn total fertig machen. Naechste Wochen wollen wir zu der Jugendkonferenz auf eineInsel fliegen. Mal sehen ob er mit kommt.
Letzte Woche war ich allein unterwegs und habe einen Blaeserchor besucht. Das war schon klasse so 3Tage im Busch, frueh aufstehen und erstmal Feuer machen um Tee zu kochen. Rings um uns herum waren Berge. Nur leider war es immer Bewoelkt und da konnte ich nicht ganz so schoene Bilder machen, aber die Zeit mit denen war trotzdem sehr schoen. Wir haben etwas geblasen und ich habe alle Instrumente fit gemacht.
Am Freitag habe ich meine ersten Kaefer gegessen. Der Geschmack ist gewoehnungsbeduerftig, aber man kann es essen.
Samstag dann die Goroka-Show. Da kommen viele Gruppen aus dem ganzen Land hin und machen dort ihr sing-sing in den jeweiligen Kostuemen.
So, das war es erstmal. Bis die Tage und lasst es euch gut gehen. Ich fliege am Donnerstag in die Kueste und leg mich erstmal in die Sonne bevor ich wieder an die Arbeit gehe :-)!
Seid alle gesegnet, bis bald
der Klaus


Samstag, 1. September 2007

Mal wieder was von mir....

Also die erste zeit hier war sehr schwierig. Ich musste mich erstmal zurecht finden und das mit dem Internet klären und so weiter. Ich war die erste zeit an der Küste wo es sehr warm war und ich die zeit dort erstmal genießen konnte. Dann sind wir zu meinem Hauptaufenthaltsort gefahren, Ukarumpa (das ist im Hochland 1600 Meter). Das ist ein Missionarsdorf mit vielen Bibelübersetzer von der ganzen Welt. Hier bin ich den groeßten Teil meines Aufenthaltes und habe eine Ferienwohnung.

Wir, der Burkhard und ich sind dann viel rumher gefahren und ich konnte schon mal bisschen was von der Arbeit des Posaunenwartes in PNG miterleben. Vor allem die Kultur kennen lernen.
Wenn man etwas gesagt hat ist dem noch lange nicht so, erst wenn an es auch macht. So ist zum Beispiel unser erster Kurs auf der Insel Karkar ins Wasser gefallen, weil man dort dann doch noch zu beschäftigt war mit der Wahl und so... ob das stimmt weiß keiner Kann auch sein die hatten einfach keine Lust...

Dafuer konnten wir die Südsee mit allen schönen Sachen genießen wie schnorcheln und tolle Fische sehen.... und essen!

Das Essen an sich ist hier ok, weil ich mir ja auch ab und zu Nudeln machen kann und nicht immer Süsskartoffeln und Grünzeug essen muss. Am Anfang waren wir auch oft im Hotel essen. Das kann man sich schon leisten hier. Das ist liegt so bei 7-8 Euro. Auch das Bier kann man hier trinken, allerdings nicht mit den Einheimischen oder so öffentlich. Also macht man es wenn es mal geht. Das war bis jetzt 3 mal.

Seit dieser Woche haben wir den großen Blaeserkurs in Raipinka wo viele Bläser vom Land hin kommen. Dort mache ich Kurse wie man Instrumente in Ordnung hält, reinigt und oelt. Auch mache ich mit denen etwas Musik. Das ist halt nur bisschen schwierig da ich nicht alles so sagen kann wie ich gern möchte. Auch ist es in Raipinka, genau wie in Ukarumpa sehr kalt (13-17 Grad wenn keine Sonne scheint).

Mei Koffer ist seit gestern auch wieder aufgetaucht. Das Werkzeug ist noch drin, aber einige Sachen von mir fehlen. Das ärgert mich schon ziemlich sehr!!! :-(
Was mich hier sehr beeindruckt sind die Gottesdienste die mich sehr berühren. Vor allem die vielen sehr tollen Lieder. Auch die Menschen an sich sind total nett. Vor 2 Wochen habe ich und die Praktikantin hier bei Einheimischen im Grashaus geschlafen. Sehr, sehr schön! Das kann man sich einfach nicht vorstellen wenn man da nicht drin war und am Feuer gesessen hat...

Viele Grüße und Gottes Segen an alle,

der Klaus :-)