Hallo,
ihr werdet es nicht glauben, aber ich stand heut den ganzen Vormittag im OP und hab mit dem Operieren von echten Menschen beschäfftigt. Dr. Grossser, den ich hier gerade Besuche unterhält mit seiner Frau ein Krankenhaus welches ca. 60 Betten hat und sich mitten im Busch befindet. Die Aussicht aus "mitten im Busch" jedoch ist einfach traumhaft. Man einen herrlichen Blick von ca. 800 Meter Höhe auf den Pazifik. Auf dem Krankenhausgelände fliesst ein sehr schöner Fluss den ich von meinem Zimmer aus sehen kann. Soviel zur Lage.
Zu diesem Ort kann man nur per Schiff fahre, was in manchen Fällen auch schon mal 20 Stunden fährt, oder mit dem Flugzeug. Da ich keine gesteigerte Lust hatte mit dem Schiff eine Fahrt zu haben die 20 Stunden dauert, es wackelt, eher unangenehm riecht, ich nicht richtig schlafen kann und dann vielleicht noch brechen muss, zog ich ein kleines 50 Jahre altes Flugzeug vor, von dem ich ielleicht nur brechen muss. Aber es ging alles gut und ich hatte einen klasse Flug. Hier im Krankenhaus liegen Menschen von ziemlich weit her, die oft lange Fussmäsche auf sich nehem um hier her zu kommen. Die meissten Fälle sind TBC!!!, welche hier trotz vieler Gelder aus dem Ausland einfach nicht auszurotten ist. Die höheren Leute der Regierung stecken sich das Geld lieber in die eigene Tasche als ihre Arbeit zu machen. Weiter ist viel Malaria, Lungenentzündung und sonstige Sachen die man hier und überall auf der Welt so bekommen kann wie zum Beispiel auch Kinder. Die Entbindungsstation ist eigendlich immer gut gefüllt. Bei schwierigen Entbindungen werden die Frauen aber oft weggeschickt, da man hier keine Bluttrabsfusion machen kann, aber es wird wohl dieses oder nächstes Jahr möglich sein. Heute war OP-Tag und ich hab bei 4 Operationen zu geschaut. Bei der ersten hat man der einer Frau die Tuben durchgetrennt damit sie keine Kinder mehr bekommen kann (5 Kinder sind ja auch genug). Dann wurde einem Kind der abgehackte Daumen mit Infektion drin gerichtet, eine Achillessehne wurde zusammengeflicht und noch ein böser Buschmesser-cut wo ein Nerv zertrennt wurde, wurde versucht zu retten. Das ist aber halt alles nicht so einfach im Busch mit tollem Ausblick! Am Ende viel dann auch noch der Strom aus und Stephan hat im duckeln genäht. Wer Bilder davon sehen möchte kann sich dann vertrauensvoll an mich wenden. Ich glaub nicht das soetwas jeder sehen will. Gestern Nachmittag hab ich das mit dem Mangoschälen gelernt (das muss ich jetzt schreiben um der Überschrift einen Sinn zu geben).
Am Donnerstag fliege ich dann wieder nach Lae und begebe mich am selben Tag noch auf ein Schiff! das mich nach Siassi bringt wo ich dann mit 2 Bläsergruppen zusammen Musik machen werde und eben meiner eigentlichen Beschäftigung, dem Instrumente zusammenflicken nach gehen werde. Nach 1 Woche werde ich dann wieder zurück in Lae sein und dann geht es noch eine Woche in die Berge. Danach ist dann auch schon vorbei mit Klaus und PNG. Aber bis dahin gibt es noch einiges zu tun und zu erleben.
Seid alle gesegnet und lieb. Der Weihnachtsmann kommt nämlich bald!
Viele Grüsse vom Klaus
Dienstag, 9. Oktober 2007
Freitag, 5. Oktober 2007
Die andere Art eine Staublunge zu bekommen
Also am Sonntag vor einer Woche hat die Jugend-Konferenz in Rabaul angefangen. 18 Bläser sind dann auch mit dem Schiff mitgekommen und ich war froh das alles doch noch so gut geklappt hat. Leider waren wir nicht so sehr in dem Programm integriert uns somit mussten wir sehen wo wir bleiben, bzw. blasen. Aber dazu gab es genügend Möglichkeiten und alle haben sich gefreut das wir geblasen haben. Die Bläserarbeit kommt hier im land echt sehr gut an. An manchen Orten sagen sie das es die Musik der Engel sei (obwohl es wirklich noch nicht so klingt, meiner Meinung nach...).
Am Sonntag also war die Eröffnung wo wir die Nationalhymne geblasen haben. Danach war nur noch das Anmelden dran. Da ich in Kokopo geschlafen habe, was 25km entfernt ist wollte ich dann gegen 4 Uhr die Heimreise antreten. Das ist mir dann aber nicht gelungen, da ein ziemlich heftiges Gewitter mit extrem starken Regen begann. Also entschloss ich mich bei den Jungs in der High School, wo duie Konferenz statt fand, zu schlafen. Die haben mir sogar ein Bettchen gebaut und so musste ich nicht auf dem Versüfften Boden liegen. :-) Das hätte ich aber auch gemacht.
Um halb fünf war dann wecken und beten angesagt. Danach Blasen. Um 6 Uhr etwas Waschen und so eine Art Frühstück (einen Batzen Weisbrot und Tee). Dann ging es weiter mit Andacht und den allseits beliebten Gruß- und Dankworten. Um 4 Uhr Nachmittags bin ich dann auch heim gekommen. Nur die Strassen waren sehr mitgenommen. Überall lagen Schlamm und Kokosnüsse auf der Strasse und es war schon spannend ob denn nun der Bus da durch kommt oder nicht. Aber alles ging gut.
Dienstag wollten wir dann auf den Märkten in Kokopo und Rabaul blasen. Da hat man uns aber gesagt das sie da erst noch eine genehmigung einholen wollen. Gut, dann eben Mittwoch. An dem Tag wurden dann alle Reports aus dem an alle ausgehändigten Buch vorgelesen. Also hab ich mir einen von meinen Bläsern geschnappt und hab mich bisschen in der umgebung umgesehen.
Mittwoch dann wollten alle Bläser nach Kokopo kommen. Da wir um 8 Uhr ausgemacht hatten und ich vorher nocheinmal anrufen wollte (das geht, obwohl wir hier mitten im Busch sind, via Digicel-Handy!!!) war ich um sieben auf dem Markt. Mein Gesprächspartner hat mir dann mitgeteilt das sie kommen. Also hab ich gewertet und sie kamen auch, nur eben 3 Stunden später als ausgemacht. Aber wir haben die Leute sehr glücklich gemacht. Den Marktchef hab ich in der zeit vorher auch schon darüber aufklären können wer wir sind wer ich bin und das wir dann gleich blasen. er wusste noch nicht das wir kommen (von wegen Genehmigung einholen), aber er war sehr glücklich darüber das wir kommen und hat uns sogar anmoderiert. Zwischendurch hat er immer mal ein paar Sätze gesagt was sehr gut war.
Zurück in Rabaul war dann Staubmasken tragen angesagt, da der Vulkan sehr viel Asche in die Stadt gepustet hat und man es ohne Maske nicht ausgehalten hat. Die Masken hat das nahegelegene Krankenhaus zur Verfügung gestellt. Aber Maske tragen und heiß dazu macht auch keinen so richtigen Spaß. Aber dafür hat uns dann ein kleines Erdbeben der Stärke 6.9 ca. 2 Minuten lang erheitert. Da bin ich dann schon bisschen nervös geworden weil es ganz schön heftig war un ich das noch nie zuvor erlebt hab. Beeindruckend!!! Dann war noch ein Gospel konzert worauf wir uns auch vorbereitet hatten. Das ging 11 uhr nachts los, weil die Veranstaltungen zuvor zu lang gingen und es erst um 9 Uhr Abendessen gab. Nun war das problem das einige schon im Bett waren oder keine Lust hatten, aber da ich gesagt habe wir spielen, mussten wir dann irgendwie spielen. Es war nicht sehr schön, aber es war. Das grössere Problem war das es kein Gospel Konzert war wie ich es erwartet hab, sondern ein Rockkonzert wo man fromme Songs dargeboten hat. Ok, das war dann daneben. Ich war säuerlich und bin danach gegen 2.30 Uhr ins Bett gefallen.
Am Donnerstag ging mein Flieger wieder zurück nach Lae und die letzte Woche hab ich dann damit zugebracht alle möglichen Instrumente in Raipinka (Ort der Nationalen Trompetenschule) zu reparieren. Das ging erstaunlich gut. Am Mittwoch hab ich dann einen kleinen Spatziergang im Gelände mit dem Nonta gemacht. Wir sind irgendwelche glitchigen Abhänge heruntergelaufen und haben einen reissenden Strom überquert nur um die Goldmienen der Einheimischen zu sehen. Das sind 5 Meter in die Erde gegrabene Tunnel ohne irgendwelchen Stützen. Die sind echt mutig! Ich hab mich nicht hineingetraut...
Jetzt bin ich wieder in Lae und reise morgen nach Etep um mir ein Buschkrankenhaus anzusehen. Der Arzt dor stammt aus Johanngeorgenstadt. Ihn hab ich letzte Woche hier im GuestHous kennen gelernt. er ist dort mit seiner Frau die auch Ärztin ist, aber zur Zeit noch daheim. Ich werde dann so gegen mittwoch wieder in Lae sein und mich dann am Donnerstag nach Siassi begeben. Das ist eine Insel mit einer ziemlich guten Bläsergruppe. Mit ihnen werde ich dann Musik machen und ein paar Instrumente reparieren. Aber auch etwas die Insel erkunden, wenn ich schon einmal dort bin. Das wird bestimmt gut werden. Es soll dort auch sehr leckeren Fisch geben, frisch aus dem Ozean...
Also lasst es euch gut gehen und seid alle gesegnet,
der Klaus
P.S. Sorry wegen den fehlenden Bilder, aber das geht hier in Lae schlecht, die kommen aber noch!
Am Sonntag also war die Eröffnung wo wir die Nationalhymne geblasen haben. Danach war nur noch das Anmelden dran. Da ich in Kokopo geschlafen habe, was 25km entfernt ist wollte ich dann gegen 4 Uhr die Heimreise antreten. Das ist mir dann aber nicht gelungen, da ein ziemlich heftiges Gewitter mit extrem starken Regen begann. Also entschloss ich mich bei den Jungs in der High School, wo duie Konferenz statt fand, zu schlafen. Die haben mir sogar ein Bettchen gebaut und so musste ich nicht auf dem Versüfften Boden liegen. :-) Das hätte ich aber auch gemacht.
Um halb fünf war dann wecken und beten angesagt. Danach Blasen. Um 6 Uhr etwas Waschen und so eine Art Frühstück (einen Batzen Weisbrot und Tee). Dann ging es weiter mit Andacht und den allseits beliebten Gruß- und Dankworten. Um 4 Uhr Nachmittags bin ich dann auch heim gekommen. Nur die Strassen waren sehr mitgenommen. Überall lagen Schlamm und Kokosnüsse auf der Strasse und es war schon spannend ob denn nun der Bus da durch kommt oder nicht. Aber alles ging gut.
Dienstag wollten wir dann auf den Märkten in Kokopo und Rabaul blasen. Da hat man uns aber gesagt das sie da erst noch eine genehmigung einholen wollen. Gut, dann eben Mittwoch. An dem Tag wurden dann alle Reports aus dem an alle ausgehändigten Buch vorgelesen. Also hab ich mir einen von meinen Bläsern geschnappt und hab mich bisschen in der umgebung umgesehen.
Mittwoch dann wollten alle Bläser nach Kokopo kommen. Da wir um 8 Uhr ausgemacht hatten und ich vorher nocheinmal anrufen wollte (das geht, obwohl wir hier mitten im Busch sind, via Digicel-Handy!!!) war ich um sieben auf dem Markt. Mein Gesprächspartner hat mir dann mitgeteilt das sie kommen. Also hab ich gewertet und sie kamen auch, nur eben 3 Stunden später als ausgemacht. Aber wir haben die Leute sehr glücklich gemacht. Den Marktchef hab ich in der zeit vorher auch schon darüber aufklären können wer wir sind wer ich bin und das wir dann gleich blasen. er wusste noch nicht das wir kommen (von wegen Genehmigung einholen), aber er war sehr glücklich darüber das wir kommen und hat uns sogar anmoderiert. Zwischendurch hat er immer mal ein paar Sätze gesagt was sehr gut war.
Zurück in Rabaul war dann Staubmasken tragen angesagt, da der Vulkan sehr viel Asche in die Stadt gepustet hat und man es ohne Maske nicht ausgehalten hat. Die Masken hat das nahegelegene Krankenhaus zur Verfügung gestellt. Aber Maske tragen und heiß dazu macht auch keinen so richtigen Spaß. Aber dafür hat uns dann ein kleines Erdbeben der Stärke 6.9 ca. 2 Minuten lang erheitert. Da bin ich dann schon bisschen nervös geworden weil es ganz schön heftig war un ich das noch nie zuvor erlebt hab. Beeindruckend!!! Dann war noch ein Gospel konzert worauf wir uns auch vorbereitet hatten. Das ging 11 uhr nachts los, weil die Veranstaltungen zuvor zu lang gingen und es erst um 9 Uhr Abendessen gab. Nun war das problem das einige schon im Bett waren oder keine Lust hatten, aber da ich gesagt habe wir spielen, mussten wir dann irgendwie spielen. Es war nicht sehr schön, aber es war. Das grössere Problem war das es kein Gospel Konzert war wie ich es erwartet hab, sondern ein Rockkonzert wo man fromme Songs dargeboten hat. Ok, das war dann daneben. Ich war säuerlich und bin danach gegen 2.30 Uhr ins Bett gefallen.
Am Donnerstag ging mein Flieger wieder zurück nach Lae und die letzte Woche hab ich dann damit zugebracht alle möglichen Instrumente in Raipinka (Ort der Nationalen Trompetenschule) zu reparieren. Das ging erstaunlich gut. Am Mittwoch hab ich dann einen kleinen Spatziergang im Gelände mit dem Nonta gemacht. Wir sind irgendwelche glitchigen Abhänge heruntergelaufen und haben einen reissenden Strom überquert nur um die Goldmienen der Einheimischen zu sehen. Das sind 5 Meter in die Erde gegrabene Tunnel ohne irgendwelchen Stützen. Die sind echt mutig! Ich hab mich nicht hineingetraut...
Jetzt bin ich wieder in Lae und reise morgen nach Etep um mir ein Buschkrankenhaus anzusehen. Der Arzt dor stammt aus Johanngeorgenstadt. Ihn hab ich letzte Woche hier im GuestHous kennen gelernt. er ist dort mit seiner Frau die auch Ärztin ist, aber zur Zeit noch daheim. Ich werde dann so gegen mittwoch wieder in Lae sein und mich dann am Donnerstag nach Siassi begeben. Das ist eine Insel mit einer ziemlich guten Bläsergruppe. Mit ihnen werde ich dann Musik machen und ein paar Instrumente reparieren. Aber auch etwas die Insel erkunden, wenn ich schon einmal dort bin. Das wird bestimmt gut werden. Es soll dort auch sehr leckeren Fisch geben, frisch aus dem Ozean...
Also lasst es euch gut gehen und seid alle gesegnet,
der Klaus
P.S. Sorry wegen den fehlenden Bilder, aber das geht hier in Lae schlecht, die kommen aber noch!
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