Freitag, 5. Oktober 2007

Die andere Art eine Staublunge zu bekommen

Also am Sonntag vor einer Woche hat die Jugend-Konferenz in Rabaul angefangen. 18 Bläser sind dann auch mit dem Schiff mitgekommen und ich war froh das alles doch noch so gut geklappt hat. Leider waren wir nicht so sehr in dem Programm integriert uns somit mussten wir sehen wo wir bleiben, bzw. blasen. Aber dazu gab es genügend Möglichkeiten und alle haben sich gefreut das wir geblasen haben. Die Bläserarbeit kommt hier im land echt sehr gut an. An manchen Orten sagen sie das es die Musik der Engel sei (obwohl es wirklich noch nicht so klingt, meiner Meinung nach...).
Am Sonntag also war die Eröffnung wo wir die Nationalhymne geblasen haben. Danach war nur noch das Anmelden dran. Da ich in Kokopo geschlafen habe, was 25km entfernt ist wollte ich dann gegen 4 Uhr die Heimreise antreten. Das ist mir dann aber nicht gelungen, da ein ziemlich heftiges Gewitter mit extrem starken Regen begann. Also entschloss ich mich bei den Jungs in der High School, wo duie Konferenz statt fand, zu schlafen. Die haben mir sogar ein Bettchen gebaut und so musste ich nicht auf dem Versüfften Boden liegen. :-) Das hätte ich aber auch gemacht.
Um halb fünf war dann wecken und beten angesagt. Danach Blasen. Um 6 Uhr etwas Waschen und so eine Art Frühstück (einen Batzen Weisbrot und Tee). Dann ging es weiter mit Andacht und den allseits beliebten Gruß- und Dankworten. Um 4 Uhr Nachmittags bin ich dann auch heim gekommen. Nur die Strassen waren sehr mitgenommen. Überall lagen Schlamm und Kokosnüsse auf der Strasse und es war schon spannend ob denn nun der Bus da durch kommt oder nicht. Aber alles ging gut.
Dienstag wollten wir dann auf den Märkten in Kokopo und Rabaul blasen. Da hat man uns aber gesagt das sie da erst noch eine genehmigung einholen wollen. Gut, dann eben Mittwoch. An dem Tag wurden dann alle Reports aus dem an alle ausgehändigten Buch vorgelesen. Also hab ich mir einen von meinen Bläsern geschnappt und hab mich bisschen in der umgebung umgesehen.
Mittwoch dann wollten alle Bläser nach Kokopo kommen. Da wir um 8 Uhr ausgemacht hatten und ich vorher nocheinmal anrufen wollte (das geht, obwohl wir hier mitten im Busch sind, via Digicel-Handy!!!) war ich um sieben auf dem Markt. Mein Gesprächspartner hat mir dann mitgeteilt das sie kommen. Also hab ich gewertet und sie kamen auch, nur eben 3 Stunden später als ausgemacht. Aber wir haben die Leute sehr glücklich gemacht. Den Marktchef hab ich in der zeit vorher auch schon darüber aufklären können wer wir sind wer ich bin und das wir dann gleich blasen. er wusste noch nicht das wir kommen (von wegen Genehmigung einholen), aber er war sehr glücklich darüber das wir kommen und hat uns sogar anmoderiert. Zwischendurch hat er immer mal ein paar Sätze gesagt was sehr gut war.
Zurück in Rabaul war dann Staubmasken tragen angesagt, da der Vulkan sehr viel Asche in die Stadt gepustet hat und man es ohne Maske nicht ausgehalten hat. Die Masken hat das nahegelegene Krankenhaus zur Verfügung gestellt. Aber Maske tragen und heiß dazu macht auch keinen so richtigen Spaß. Aber dafür hat uns dann ein kleines Erdbeben der Stärke 6.9 ca. 2 Minuten lang erheitert. Da bin ich dann schon bisschen nervös geworden weil es ganz schön heftig war un ich das noch nie zuvor erlebt hab. Beeindruckend!!! Dann war noch ein Gospel konzert worauf wir uns auch vorbereitet hatten. Das ging 11 uhr nachts los, weil die Veranstaltungen zuvor zu lang gingen und es erst um 9 Uhr Abendessen gab. Nun war das problem das einige schon im Bett waren oder keine Lust hatten, aber da ich gesagt habe wir spielen, mussten wir dann irgendwie spielen. Es war nicht sehr schön, aber es war. Das grössere Problem war das es kein Gospel Konzert war wie ich es erwartet hab, sondern ein Rockkonzert wo man fromme Songs dargeboten hat. Ok, das war dann daneben. Ich war säuerlich und bin danach gegen 2.30 Uhr ins Bett gefallen.
Am Donnerstag ging mein Flieger wieder zurück nach Lae und die letzte Woche hab ich dann damit zugebracht alle möglichen Instrumente in Raipinka (Ort der Nationalen Trompetenschule) zu reparieren. Das ging erstaunlich gut. Am Mittwoch hab ich dann einen kleinen Spatziergang im Gelände mit dem Nonta gemacht. Wir sind irgendwelche glitchigen Abhänge heruntergelaufen und haben einen reissenden Strom überquert nur um die Goldmienen der Einheimischen zu sehen. Das sind 5 Meter in die Erde gegrabene Tunnel ohne irgendwelchen Stützen. Die sind echt mutig! Ich hab mich nicht hineingetraut...
Jetzt bin ich wieder in Lae und reise morgen nach Etep um mir ein Buschkrankenhaus anzusehen. Der Arzt dor stammt aus Johanngeorgenstadt. Ihn hab ich letzte Woche hier im GuestHous kennen gelernt. er ist dort mit seiner Frau die auch Ärztin ist, aber zur Zeit noch daheim. Ich werde dann so gegen mittwoch wieder in Lae sein und mich dann am Donnerstag nach Siassi begeben. Das ist eine Insel mit einer ziemlich guten Bläsergruppe. Mit ihnen werde ich dann Musik machen und ein paar Instrumente reparieren. Aber auch etwas die Insel erkunden, wenn ich schon einmal dort bin. Das wird bestimmt gut werden. Es soll dort auch sehr leckeren Fisch geben, frisch aus dem Ozean...

Also lasst es euch gut gehen und seid alle gesegnet,

der Klaus

P.S. Sorry wegen den fehlenden Bilder, aber das geht hier in Lae schlecht, die kommen aber noch!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Hallo Klaus,und schon wieder Grüße von den Nachbarn.In den letzten 2 Wochen war da ja richtig viel los und das mit dem Erdbeben wurde auch hier in den Nachrichten gebracht.Nur gut, daß trotzdem alles scheinbar noch gut abgegangen ist.Aber ob man alle Erlebnisse unbedingt haben muß??
Ich denke,paar erholsame Tage hast Du Dir verdient!Laß es Dir gut gehen und bleib behütet!