Mittwoch, 1. August 2007

Freie Presse Artikel


Von Franziska Engelmann:
"Posaunen-Pflege in Papua-Neuguinea

Klaus Schreckenbach aus Gablenz reist ans andere Ende der Welt - Reparatur und Pflege von Blechblasinstrumenten - Dreimonatiger Aufenthalt

Gablenz. Woran denkt man, wenn man Papua-Neuguinea hört? An einen Inselstaat im Pazifik, an Regenwald oder an Ureinwohner? Klaus Schreckenbach verbindet mit dem Inselstaat, der zu Australien gehört, zuerst einmal Posaunenchöre. Missionare haben vor 200 Jahren mit dem Christentum auch die Blasmusik in das Land gebracht. Ab August wird der Gablenzer drei Monate am anderen Ende der Welt leben. Gestern wurde Klaus Schreckenbach mit einem Aussendungsgottesdienst in der Stollberger St. Jakobikirche verabschiedet.
Schreckenbach, 23 Jahre alt, ist gelernter Instrumentenbaumeister, zurzeit arbeitslos und Mitglied im Posaunenchor Stollberg-Gablenz. Am 1. August fliegt er nach Papua-Neuguinea. Er wird in einem Missionszentrum in Ukarumpa leben und Posaunenwart Burkhard Heupel, der seit 2003 dort tätig ist, unterstützen. Der Gablenzer wird die Metallblasinstrumente der Posaunenchöre pflegen und reparieren, Chorleiter und Bläser anleiten und an musikalischen Schulungen teilnehmen. Für seine Arbeit erhält er monatlich 150 Euro, um sich selbst zu verpflegen.
Die Idee zu dieser Hilfsaktion kam vom Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Papua-Neuguinea, Dr. Wesley Kigasung. Eigentlich war es eher eine Bitte, mit der er auf die Sächsische Posaunenmission zukam. Die Blechblasinstrumente, die in den Posaunenchören seit Jahren zum Einsatz kommen, müssten dringend wieder flott gemacht werden. Regionalbischof Gedisa Okameisa erneuerte die Bitte bei seinem Besuch in Sachsen im November vorigen Jahres. Der Fall wurde an das Leipziger Missionswerk weitergeleitet, deren Chef, Christoph Kunze, schließlich auf Schreckenbach zukam. Der ledige Gablenzer war sofort einverstanden, die Aufgabe zu übernehmen - zumal die Sächsische Mission und die Leipziger Missionswerke den Flug und das notwendige Material finanzieren. Große Erwartungen verbindet er mit der Reise. "Dass ich den Leuten helfen kann, sie weiterbringe und dass ich etwas von ihrer Kultur und der Art, wie sie Musik machen, lerne", beschreibt er seine Erwartungen. Doch auch so manche Befürchtung hat er beim Gedanken an seine Aufgaben in Papua-Neuguinea. Dass er irgendwann mit seinem Wissen nicht weiterkommt oder ihm das Material ausgeht. Schließlich darf Schreckenbach nur 25 Kilogramm Gepäck mitnehmen. 15 Kilogramm davon sind Material und Werkzeuge.
Im Moment bereitet sich der begeisterte Trompetenspieler schon intensiv auf seinen Aufenthalt auf der Insel vor. Er lernt die offizielle Sprache Pidgin mittels Vokabellisten. Lehrbücher gibt es nicht. Aber wenn er mit der Sprache nicht weiterkommt, gibt es ja immer noch die Musik, mit der er sich verständigen kann.

Klaus Schreckenbach wird in Papua Neuguinea Blasinstrumente reparieren. Foto: Marc Tirl

2 Kommentare:

Der Papa vom Klaus hat gesagt…

Zitat von Klaus "... jeden falls bin ich seit ca 6 stunden in brisban und warte auf meinen flug nach papua. der wurde nämlich einfach nach hinten verschoben. da bekomm ich dann wenn ich um sieben abends in port moresby bin keinen flieger heut mehr mach lea. also komme ich morgen erst an.

Wenn einer eine Reise tut....

Unknown hat gesagt…

Hallo Klaus,es ist schön,daß Du nun endlich Dein Ziel erreicht hast und irgendwann wird auch Dein Gepäck noch eintreffen.Aber für den Anfang reicht auch erst mal eine Zahnbürste!!!!und Du hast Zeit, Dich erst mal an das Klima und die neue Umgebung zu gewöhnen.Wir wünschen Dir eine schöne Zeit,nette Menschen um Dich rum und Gott befohlen bis zum nächsten mal.Herzliche Grüße Deine Nachbarn